AUSSTELLUNGEN

Virtuoses Spiel mit Licht und Schatten: Tobias Duwe: Unterholz Großensee, Öl/Lwd., 2026, 50 × 70 cm (Ausschn.).
Johannes Duwe | Tobias Duwe
VERWANDT
UNVERWANDT
11. Oktober bis 8. November 2026
Vernissage: Sonntag, 11. Oktober 2026 um 11.30 Uhr in der Galerie Müllers; Einführung: Sönke Lundt, Galerist und Kunsthistoriker. Die Künstler sind anwesend.
ZUSÄTZLICH:
Rendsburger Museumsnacht, Samstag, 17.10.2026, 19 bis 22.30 Uhr in der Galerie. Jeweils um 19.30 Uhr und 21.30 Uhr führt Sönke Lundt in die Ausstellung ein. Kleine Snacks, Sekt und weitere Getränke stehen kostenlos bereit.

Hamburger Sternbrücke mit Astra Stube – meisterhaft eingefangen von Johannes Duwe. 50 x 60 cm, Öl/Hartfaserplatte, 2016.
DIE AUSSTELLUNG
In „Verwandt – Unverwandt“ treffen die Arbeiten der Brüder Tobias und Johannes Duwe in konzentrierter Gegenüberstellung aufeinander. Landschaft, Hafen, Stadt und Mensch werden zu eigenständigen Bildwelten. Die Ausstellung ist eine Begegnung mit hochkarätiger Malerei zweier Künstlerpersönlichkeiten – und lädt dazu ein, Unterschiede zu entdecken und persönliche Lieblingsbilder zu finden.

Johannes Duwe
Johannes Duwe nähert sich der Wirklichkeit anders. Seine Stadtlandschaften, Figurenbilder und Porträts zeigen einen nervöseren, zugleich zurückhaltenden Pinselduktus und sind häufig von gesellschaftlichen Beobachtungen geprägt. Auf glatter Hartfaserplatte entsteht durch dünnen, lasierenden Farbauftrag mitunter eine fast pastellhafte Farbigkeit.
Vertraute Orte werden bei ihm zu Resonanzräumen der Gegenwart.
Duwes Malerei bleibt gegenständlich, ohne bloß zu beschreiben. Menschen, Architektur und beiläufige Details fügen sich zu offenen Szenen, die Fragen stellen und Raum für eigene Deutungen lassen.
< Blumenstillleben von Johannes Duwe: Freier Pinselduktus, feines Gespür für Farbe und souveräne malerische Leichtigkeit. Öl/Hartfaserplatte, 60 x 80 cm, 2009.

Drohnen über dem Hamburger Hafen: Unter düsteren Wolken kippt bei Johannes Duwe die scheinbar alltägliche Szene mit zwei zwillingshaft wirkenden Frauen ins leise Bedrohliche. Ist es ein und dieselbe Person? – Drohnenflug, 130 x 160 cm, Öl/Leinwand.

Farbenmeer: Schrebergarten mit roter Hütte, von Johannes Duwe, Öl/Hartfaserplatte, 2022, 50 x 70 cm
Tobias Duwe
Bei Tobias Duwe beginnt vieles mit dem unmittelbaren Sehen. In der Tradition der Plein-Air-Malerei arbeitet er häufig direkt vor dem Motiv. Seine Bilder bewahren den Augenblick: wechselndes Licht auf dem Wasser, die Kühle eines Wintertages, sommerliche Ufer oder den Rhythmus von Kränen und Hafenanlagen. Die Malerei bleibt sichtbar, der Pinselstrich kräftig, die Farbe unmittelbar.
Duwe malt keine idealisierten Landschaften, sondern Orte mit Wetter, Temperatur und Zeit. Natur, Industrie und Arbeitswelt gehören dabei zur selben beobachteten Wirklichkeit. Seit 1992 ist er Teil der Norddeutschen Realisten. Seine Bilder verändern sich mit Licht und Abstand und tragen den Ort ihrer Entstehung in sich, ohne ihn festzuschreiben.

Sommer an der Alster: Tobias Duwe fängt Uferleben, Segelboote und flirrendes Licht in einer lichten, lebendigen Farbigkeit ein. – Alsterblick Bellevue, 2025, Öl/Lwd., 40 × 60 cm.

Winter an der Elbe: Tobias Duwe verdichtet Treibeis, graues Wasser und fahles Licht zu einer kraftvollen Studie über Kälte, Bewegung und Atmosphäre. – Treibeis Elbe Geesthacht, 2026, Öl /Lwd. 60 × 70 cm.

Stimmungsvolles Hafenpanorama von Tobias Duwe: Gegenlicht, Ebbe, Elbstrand, 2024, Öl/Lwd., 40 x 60 cm
Was beide Brüder verbindet, ist mehr als der gemeinsame Name. Als Söhne des Malers Harald Duwe stammen sie aus einer Künstlerfamilie, haben jedoch sehr unterschiedliche Bildsprachen entwickelt. Der Ausstellungstitel „Verwandt – Unverwandt“ bringt diese Nähe und Eigenständigkeit auf den Punkt: Tobias Duwe sucht den unmittelbaren Moment vor dem Motiv, Johannes Duwe verdichtet Beobachtungen zu vielschichtigen Bildräumen.
Im Nebeneinander werden Unterschiede ebenso sichtbar wie Gemeinsamkeiten, vor allem der konzentrierte Blick auf die Wirklichkeit. Ihre Werke besitzen eine Qualität, die über den ersten Eindruck hinausreicht: Sie prägen Räume und lassen auch nach Jahren noch Neues entdecken.
AUSSTELLUNG: Johannes Duwe | Tobias Duwe: Verwandt – Unverwandt
Vernissage: Sonntag, 11. Oktober 2026 um 11.30 Uhr in der Galerie Müllers; Einführung: Sönke Lundt, Galerist und Kunsthistoriker. Die Künstler sind anwesend.
ZUSÄTZLICH:
Rendsburger Museumsnacht, Samstag, 17.10.2026, 19 bis 22.30 Uhr in der Galerie. Jeweils um 19.30 Uhr und 21.30 Uhr führt Sönke Lundt in die Ausstellung ein. Kleine Snacks, Sekt und weitere Getränke stehen kostenlos bereit.
DEMNÄCHST IN DER GALERIE MÜLLERS

Scheinbarer Realismus, der ins Rätselhafte kippt: „Gruppenbild“ von Philipp Mager, 2026.
Philipp Mager | Till Warwas | Björn Wirtz
11. Oktober bis 8. November 2026
Vernissage: Sonntag, 15. November 2026 um 11.30 Uhr in der Galerie Müllers; Einführung: Sönke Lundt, Galerist und Kunsthistoriker. Die Künstler sind anwesend.
Ausstellungsdauer: 15. November bis 3. Januar 2027

Till Warwas‘ Fliederstillleben (2026) lebt von präziser Beobachtung, feinen Farbabstufungen und stillem Licht.
Zwischen Naturalismus und Magischem Realismus
Ab 15. November treffen in der Galerie Müllers drei sehr eigene malerische Handschriften aufeinander: die fein austarierte Präzision von Till Warwas (oben), die expressivere Bildsprache Björn Wirtz’ (unten) und Philipp Magers gegenständliche Malerei (ganz oben), in der scheinbar Vertrautes immer wieder ins Rätselhafte kippt.

Björn Wirtz macht aus seinem „Nachtspaziergang“ (2026) eine dichte, expressiv bewegte Stadtszene.
